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Aktuelle Nachrichten rund um das Netzwerk Lippe

Ridder ist fast immer auf Personalsuche. „Der Fachkräftebedarf ist groß: Aktuell suchen wir zwei Dreher beziehungsweise Maschinenbediener. Und auch im vergangenen Jahr habe ich händeringend nach einer Fachkraft gesucht.“ Bianca Kuhlmann, Arbeitsvermittlerin der Agentur für Arbeit Detmold, hatte den passenden Mann: Anatol Tereschtschenko, der seinerzeit seinen Job durch die Insolvenz seines einstigen Arbeitgebers verloren hatte. Das Vorstellungsgespräch führten Ridder und Tereschtschenko mit Unterstützung eines Gebärdendolmetschers. „Für mich war danach klar: Wenn die Probearbeit gut läuft, stelle ich den Arbeitsvertrag umgehend aus“, so Ridder. Gesagt, getan. Innerhalb weniger Tage fing der Detmolder in Extertal seine Vollzeitstelle anUnd wie sollte es mit der Kommunikation in Zukunft laufen, auch ohne Gebärdendolmetscher?! Elke Reiff vom Integrationsfachdienst (IFD), der in der Trägerschaft des Netzwerks Lippe arbeitet, berät Arbeitgeber bei der Neueinstellung und Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung. Ihr Hinweis: „Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Sprache. Wenn ein Gebärdendolmetscher erforderlich ist, unterstützen wir dies.“ Inzwischen kommunizieren Tereschtschenko und Kollegen beziehungsweise Geschäftsführung völlig routiniert miteinander, manchmal mit den sprichwörtlichen Händen und Füßen, zumeist aber über einen Messangerdienst auf dem Smartphone. „Wenngleich ich auch oft noch ganz traditionell Stift und Papier nutze“, so Ridder augenzwinkernd. Dem 62-Jährigen, der von Geburt an gehörlos ist, ist das alles mehr als recht. „Hauptsache wir verstehen uns“, fasst Gebärdendolmetscherin Andrea Knipping seine Ausführungen in Worte.Man versteht sich gut im doppelten Sinne, „weil es menschlich und mit der Arbeit bestens klappt“, freut sich Ridder. Wenn Tereschtschenko nicht an der Drehmaschine bei Zertex steht, findet man ihn oft im heimischen Hobbykeller, wo er Schränke, Schubladen, Türverschläge – kurzum alles was in einem Haushalt so anfällt – werkelt. Oder er ist mit seiner Familie unterwegs, ganz Ehemann, Vater und zweifacher Großvater. Als Tereschtschenko vor 27 Jahren aus dem sibirischen Omsk nach Deutschland kam, hatte er bereits in Russland im Bereich Zerspanung gearbeitet.„Die jahrzehntelange Routine merkt man“, freut sich Ridder, die übrigens auch einen stark sehbehinderten Mitarbeiter an der Drehmaschine beschäftigt. „Ich kann nur alle Arbeitgeber auf Fachkräftesuche ermutigen, Menschen mit Behinderung eine Chance im Betrieb zu geben. Auch ich hatte erst Bedenken, die sich in der Praxis schnell zerstreut haben. Und es gibt gute Unterstützungsmöglichkeiten bei der Beratung und Vermittlung, sei es durch den Integrationsfachdienst oder durch die Agentur für Arbeit.“Bild- und Textquelle: Agentur für Arbeit Detmold 


„Der Einblick in die betrieblichen Prozesse ist wichtig, um Ziele für den Bildungsweg formulieren zu können. Betriebsbesuche zeigen auf, was Arbeit in Deutschland bedeutet und stärken die Motivation beim Lernen der Sprache“, ist sich Miriam Epp, Projektmitarbeiterin der Netzwerk Lippe gGmbH, sicher. 

Eine herzliches Dankeschön geht an die Stegelmann GmbH & Co. KG und Herrn Nordmeyer für die informative Führung durch den Betrieb und die IHK Lippe zu Detmold für die Übernahme der Fahrtkosten.

Das Projekt „AILA – Arbeit in Lippe für Asylsuchende und Flüchtlinge“ zielt auf die frühzeitige Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen ab. Eine enge Kooperation besteht mit der Agentur für Arbeit Detmold und dem Jobcenter Lippe.


Hier erhoffen Sie sich einen schnellen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Seit Dezember 2016 bietet das Netzwerk Lippe geflüchteten Ingenieuren einen Anlaufpunkt, um Sie beim Aufbau von Unternehmenskontakten, der Suche nach Praktikumsstellen, Bewerbungen und weiteren Fragen rund um den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Das Projekt wird in Kooperation mit der IHK Lippe zu Detmold umgesetzt. Auch der Verein deutscher Ingenieure (VDI) unterstützt das Projekt mit kostenlosen Mitgliedschaften und Vernetzungstreffen. Mehrere Teilnehmende konnten bereits erfolgreich in Praktika oder Beschäftigung vermittelt werden.

Ab dem 04.05.2017 startet zudem mit dem Sprachcafé „High Potentials“ in Bad Salzuflen ein weiterer Treffpunkt für hoch qualifizierte Flüchtlinge, um sie auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Es findet jeden Donnerstag ab 16 Uhr in der VHS Bad Salzuflen statt.

Ansprechpartner:

Felix Stork                                            Sandra Krüger

05231/ 6403-18                                  05231/6403 37

f.stork(at)netzwerk-lippe.de            s.krueger(at)netzwerk-lippe.de


Was ist die "Produktive"?

Ziel der Produktionsschulen ist es, dass junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren über produktive Arbeit eine berufliche Perspektive entwickeln. Sie richtet sich an die Zielgruppe der Jugendlichen, die die Regelschulzeit beendet haben und im Anschluss an einen Einstieg ins Arbeitsleben suchen. Zu diesem Zwecke fertigen die Jugendlichen der „Produktive“ Einzelstücke oder kleine Serien wie z.B. Kleinmöbel, Dekorationen, den Jahreszeiten entsprechend oder auch Marmeladen und Chutneys an. Sie werden dabei von fachkundigen Anleiterinnen und Anleitern aus den Bereichen Holz und Hauswirtschaft unterstützt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine pädagogische Begleitung. Der Zugang ins Projekt erfolgt über das Jobcenter Lippe und über das Jugendamt des Kreises Lippe und ist niedrigschwellig, so dass die Teilnehmenden keine großen Hürden überwinden müssen.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Landrat Dr. Axel Lehmann uns besucht. Oftmals erfahren unsere Teilnehmenden im Rahmen des Projektes erstmals in ihrem Leben Anerkennung für ihre Arbeitsergebnisse. Der Besuch des Landrates ist eine zusätzliche Portion Wertschätzung, die wir für die Entwicklung der Jugendlichen gut gebrauchen können“, streicht Andrea Habig, zuständige Bereichsleiterin im SOS-Kinderdorf Lippe den Mehrwert durch den Besuch des Landrates heraus. Der Verkauf erfolgt immer donnerstags im SOS-Kinderdorf Lippe, bei Sonderverkäufen auf Stadt- und Sommerfesten und auf dem Detmolder Weihnachtsmarkt.


Im Rahmen der Landesaktion wurden an bis dato elf Standorten über 100 beispielhafte Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen, wie geflüchtete Menschen in Arbeit und Ausbildung integriert werden können gezeigt.

 

Der Toleranz-Cup findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. In 2017 wird der Cup erneut in Kooperation mit der Initiative für Beschäftigung OWL e. V., dem Kreis Lippe, der Stadt Detmold und dem SC DITIB Detmold e. V. organisiert. Zusätzlich konnte für dieses Jahr eine Kooperation mit "Angekommen in Lippe" verabredet werden.  

Der Toleranz-Cup steht unter dem Motto „Toleranz für Vielfalt“ und setzt Zeichen gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Darüber hinaus schafft das Turnier durch die Beteiligung von Mannschaften Geflüchteter ein Begegnungsraum zwischen Unternehmensvertretenden und Geflüchteten. 

 

Weitere Information erhalten zum Toleranz-Cup Sie hier

 

Die Presseberichterstattung zur Zwischenbilanz findet sich nachstehend:

Falls nicht schon bekannt, hier einige Presseberichte zur gestrigen Veranstaltung:

 

·         Bericht auf wdr.de: „Über 100 Projekte: NRW kann Integration“

http://www1.wdr.de/nachrichten/nrw-integrationsprojekt-100.html

 

·         WDR Lokalzeit Live-Schalte:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-reporterin-judith-wolters-von-der-landesaktion-nrw-das-machen-wir--100.html 

 

·         Bericht auf der Seite des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW:

 

https://www.mais.nrw/pressemitteilung/minister-schmeltzer-nrw-kann-integration


In diesem Jahr haben sich die Teilnehmer/-innen im Rahmen des Impulsthemas „Goethe und Schiller“ nach ausgiebiger Recherche für Schillers ‚Jungfrau von Orleans‘ entschieden und sich gemeinsam haben  der Frage gestellt, wer Johanna von Orleans war:

War sie Erlöserfigur, Märtyrerin, Heilige oder kämpfender Engel?

Durch die Entwicklung eines eigenen Skripts haben die Projektteilnehmenden  Antworten gefunden, die sie den rund dreihundert Zuschauer/-innen der Premierenvorstellung präsentierten.

Auch die zweite Vorstellung am 11.03. war mit zweihundert Besucher/-innen sehr gut besucht und die Teilnehmer/-innen präsentierten ihr Stück erneut mit viel Überzeugung und Leidenschaft auf der Bühne.

Zum Stück:

Es ist eine Geschichte über den Glauben und Mut, sich für etwas einzusetzen, das größer ist, als man selbst, über die Liebe und den Tod.

Die großen Gefühle und die Auseinandersetzung mit Werten und moralischen Ansprüchen konnten die zwölf Teilnehmer/-innen auf der Bühne dem Publikum vermitteln, das mit der Hauptfigur mit fieberte und die gesamte Gruppe mit langanhaltendem Applaus und standing ovations belohnte.

Die abwechslungsreiche Inszenierung und die Verbindung von Schauspiel und filmischen Elementen wurden sehr gelobt, ebenso wie die schauspielerische Arbeit der Beteiligten. 

Wie geht’s weiter im Projekt

Nach einer intensiven Transferphase, in der weitere Vorbereitungen für den 1. Arbeitsmarkt stattfinden, wird ab April die Praktikumsphase beginnen. Die Akquise der Praktikumsbetriebe hat bereits im Vorfeld stattgefunden, sodass alle Teilnehmenden Erfahrungen in unterschiedlichen Berufsfeldern sammeln können.


Nach einer Begrüßung durch Herrn Minister Rainer Schmeltzer, Herrn Landrat Spieker, Vorsitzender des Lenkungskreises der Regionalagentur und Herrn Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld wurde an vier Thementischen gearbeitet.

Die Netzwerk Lippe gGmbH war am Thementisch Integration durch Sport beteiligt und Moritz Lippa stellte den Toleranz-Cup OWL als Kooperationsprojekt mit der IfB OWL vor.

Der Toleranz-Cup OWL wird in 2017 bereits in achter Auflage ausgespielt und steht unter dem Motto „Toleranz für Vielfalt“ und schafft so insbesondere für Hobby- und Betriebsmannschaften Gelegenheit ein Zeichen für Vielfalt zu setzen.

Weitere Information zum Toleranz Cup: ifb-owl.de/unsere-arbeit/vielfalt-managen/toleranz-cup/


Das Ziel des wissenschaftlich fundierten Verfahrens ist es den überwiegend geflüchteten Teilnehmenden durch das Absolvieren berufspraktischer Aufgaben, die sich konkret an spezifischen Anforderungen deutscher Ausbildungsrahmenpläne angleichen, Orientierungen in Bezug auf den deutschen Ausbildungssektor zu vermitteln und gleichzeitig das Angebot der Beratung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen zu unterstützen.

Teilnehmende sollten mindestens über ein B1 Deutschsprachniveau verfügen und bereits arbeitsmarktrelevante Kenntnisse im jeweiligen Heimatland in Form einer Ausbildung, eines Hochschulstudiums oder längerer praktischer Erfahrungen in einem der folgenden 10 Praxisfelder gesammelt haben:

·         Informatik

·         Elektronik

·         Metall

·         Büro und Verwaltung

·         Pflege und Gesundheit

·         Erziehung

·         Verkauf und Handel

·         Service in der Gastronomie

·         Küche

·         Friseurdienstleistungen

Die Kompetenzfeststellung mündet in einem mehrseitigen und aussagekräftigen Profilbericht, welcher für die Teilnehmenden als auch fördernden Arbeitsmarktakteure zur Verfügung gestellt werden kann.

Für das Jahr 2017 wurden bereits feste Termine für die Durchführung des Verfahrens in den Räumen des Netzwerks Lippe festgelegt, an denen noch Anmeldungen möglich sind:

KW14, KW27, KW38, KW47

Sehr gerne können sich potentielle Teilnehmende und interessierte Arbeitsmarktakteure für vertiefende Informationen oder direkte Anmeldungen und Zugangsvoraussetzungen an Felix Stork wenden:

f.stork(at)netzwerk-lippe.de oder Tel. 05231 64 03 -18

Weitere Infos finden sich zudem auf der eigens eingerichteten Homepage: http://www.iq-anerkennungskombi.de/  


Das Jobcenter Lippe hat schon vorzeitig die Option auf Verlängerung gezogen. Bis zum 31.10.2018 werden Erziehende mit Zuweisung vom Jobcenter weiterhin in Detmold und unserem Standort in Lemgo betreut. 


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