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GENERATION GOLD feiert den Abschluss der 2. Programmphase im Stadttheater Minden

Donnerstag 02. Dezember 2010

 

Mit einer großen Abschlussveranstaltung geht am 14. Dezember 2010 die zweite Förderphase des Beschäftigungspaktes GENERATION GOLD zu Ende. Unter dem Motto "Goldene Jahre" ziehen die Verantwortlichen im Mindener Stadttheater Bilanz und stellen die Arbeit des Paktes vor. Viel ist in den vergangenen fünf Jahren passiert: Die Zahl älterer Beschäftigter steigt, das Bild der 50-plus-Generation wandelt sich positiv. Trotzdem ist eine altersgerechte Arbeitswelt noch immer eher die Ausnahme. Auf der Tagung berichtet Rudolf Kast, Leiter Human Ressource vom mehrfach ausgezeichneten mittelständischen Sensorenhersteller Sick AG, wie ein demografieorientiertes Personalmanagement aussehen kann. Das Beispiel zeigt, dass sich der Elan der Jungen gut mit der Erfahrung der Älteren kombinieren lässt. Darüber hinaus gibt es einen Ausblick auf die 3. Förderphase, denn der Beschäftigungspakt setzt 2011 seine Arbeit in der Region fort.

Seit nunmehr fünf Jahren integriert GENERATION GOLD ältere Arbeitsuchende wieder in den Job. Rund 4.500 Menschen über 50 Jahre sind in dieser Zeit in Arbeit vermittelt worden. Allein in diesem Jahr haben die GENERATION GOLD Berater mehr als 1.500 Arbeitssuchende erfolgreich beim Weg zurück in den Job unterstützt. Außerdem ist der Pakt in den vergangenen fünf Jahren über Ostwestfalen-Lippe hinaus gewachsen. Nachdem sich zunächst Bielefeld und die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe und Paderborn zusammen geschlossen hatten, sind mittlerweile auch die Optionskommune Minden-Lübbecke sowie die niedersächsischen Landkreise Diepholz und Schaumburg Paktpartner.

Gesundheitskurse ergänzen das Angebot

Fünf Jahre GENERATION GOLD, das bedeutet auch eine inhaltliche Weiterentwicklung. Neben der intensiven, individuellen Beratung und der beruflichen Qualifizierung hat die Gesundheitsförderung der Arbeitssuchenden eine immer größere Bedeutung gewonnen. Die Teilnehmenden erhalten mittlerweile in zahlreichen flankierenden Angeboten Anregungen für eine gesunde Lebensführung. Diverse Sport- und Ernährungskurse tragen dazu bei, Leistungsfähigkeit und Motivation der Arbeitssuchenden zu stärken. Diese zusätzlichen Angebote haben sich als sinnvolle Ergänzung erwiesen, denn etwa 70 % der Älteren sind langzeitarbeitslos und etwa 50 % haben gesundheitliche Einschränkungen. In der 2. Förderphase hat sich der Pakt verstärkt auf diese Langzeitarbeitslose mit besonderen Vermittlungshemmnissen konzentriert.

GENERATION GOLD für weitere fünf goldene Jahre

Trotz vieler Erfolge stellen die Älteren immer noch eine Problemgruppe am Arbeitsmarkt dar. In der Paktregion waren im Juni 2010 knapp 82.000 Menschen arbeitslos. Ein knappes Drittel davon gehörte zur Gruppe der über 50-Jährigen. Der Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen bleibt trotz guter Vermittlungszahlen relativ konstant, da inzwischen die geburtenstarken Jahrgänge nachrücken

Auch bei den Arbeitgebern gilt es, weiter Vorurteile abzubauen und auf das Potenzial älterer Arbeitskräfte aufmerksam zu machen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass vor allem die Vermittlung älterer Langzeitarbeitsloser in kleinere und mittlere Unternehmen erfolgreich war. Der punktuell spürbare Fachkräftemangel, vor allem im hiesigen Maschinenbau, ließ Unternehmen in den letzten Jahren Älteren gegenüber wieder toleranter werden – vorausgesetzt die Qualifikation stimmt und Gesundheit und Sozialkompetenz werden mitgebracht. Dabei meint „Ältere“ in der Regel die Personengruppe bis zu 55 Jahren. Darüber hinaus ist es nach wie vor schwierig, Akzeptanz bei den Unternehmen zu finden.

Es gibt noch viel zu tun. Der Beschäftigungspakt GENERATION GOLD startet 2011 in die 3. Förderphase und setzt die Arbeit in der Region fort – für weitere fünf „goldene Jahre“.

Hier finden Sie das Programm der Tagung und die Anmeldung zum Herunterladen.